Dämmerung
Draußen vor der Tür

Ich stehe vorm Haus und blicke nach oben, sehe dich dort am Fenster stehen.
Hier im Dunklen kannst du mich nicht erkennen.
Gedämpftes Küchenlicht leuchtet nach draußen, zeichnet sanft die Umrisse einer Topfpflanze gegen das Fensterglas.
Deine Nähe ist so unmittelbar, so spürbar dicht.
Es ist, als bräuchte es nur den gewohnten Gang zur Tür, durch den Flur, durchs Treppenhaus.
Wohliges Behagen umfängt mich dann.
Die Luft schmeckt nach Apfelkuchen mit warmer Vanillesoße.
Ich schwanke.
Der dreibeinige blinde August stelzt entlang des Weges und entfernt sich wieder im Nebel.
Sein fuselgetränkter Atem bleibt zurück in der feuchtkalten Luft.
Du blickst aus dem Fenster, in die Straße.
Einmal nach links, einmal nach rechts, dann lässt du die Jalousie heruntergleiten.

Hier oder dort

Beitragsnavigation


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*